Noe Mariazellerweg 06 - Marathoncup Austria

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Montag, 11.6.2018 => Heute stand die 3.Etappe des Niederösterreichischen Mariazellerweg 06 von Rosenburg nach Oberbergern über 47 gemessene Kiolmeter auf dem Programm
Johannes Macho und ich trafen uns in Oberbergern um 5Uhr früh. Mein Auto blieb in Oberbergern und mit Johannes Auto fuhren wir nach Rosenburg. Nachdem es in Rosenburg um diese Zeit schon +19°C hatte, der Himmel wolkenlos war und die Wettervorhersage den heißesten Tag versprach, blieb alles unnötige im Auto, so auch jegliche Regenkleidung. Schon zu Beginn von Rosenburg weg merkten wir, dass es in der Nacht geregnet haben mußte, weil eben noch alles ziemlich naß war.
Zusammenfassend ist der Weg von Rosenburg nach Krems-Stein teilweise verwachsen und nicht mehr ausreichend markiert. Es ist unbedingt anzuraten, nur mit Wanderkarte sich auf den Weg zu machen, sonst wird es manchmal ein Suchspiel, auch wenn man einen Wanderführer zum Nachlesen zur Verfügung hat. Weiters sollte man beachten, dass es von Rosenburg nach Mittelberg 20,8km keine Einkehrmöglichkeit gibt und das GH in Mittelberg auch erst am 18.00Uhr öffnet. Die erste Möglichkeit besteht in Droß nach 28,6km, die nächste in Senftenberg nach 31,6km. Ab hier gibt es bezüglich Einkehrmöglichkeiten kein Problem mehr. Egelsee, Stein an der Donau, Oberbergern.

Noch ein paar Worte zu den Kontrollstellen:
Mittelberg: Nachdem das GH Hofbauer, erst um 18Uhr öffnet, holten wir den Kontrollstempel bei Weinbau Traunfellner, Mittelberg 46, bei Kirche, ein. Obwohl ebenfalls geschlossen, trafen wir Großmutter Traunfellner auf der Straße und spontan und sehr freundlich bekamen wir den Stempel. Nach einem kurzen Smaltalk mit ihr und ihrer Enkelin machten wir uns wieder auf den  Weg. Herzlichen Dank für dieses Entgegenkommen seitens der vielen Wanderern!
Droß: In Droß wählten wir die Gemeinde für den Kontrollstempel. Eine sehr nette und ebenfalls zuvorkommende Dame stempelte unsere Wanderführer. Sie gab uns Tipps, wo wir in Droß einkaufen gehen könnten, um uns zu stärken. Auch hier hatte man das Gefühl als Wanderer willkommen zu sein!
Senftenberg: Die offizielle Stempelstelle des 06, das GH Janu. Nach 31,5km erste Einkehr und etwas zu trinken. Der Wirt, Leopold Janu, ebenfalls sehr freundlich und zuvorkommend und hier bekamen wir auch den original Stempel dieses Weges. Nach dieser kurzen Trinkpause gleich wieder weiter nach Egelsee.
Egelsee: Das GH Lechner in Egelsee hat zwar Mo. und Di. Ruhetag, aber wir trafen den Wirt beim Rasengießen und spontan legte er den Wasserschlauch weg und ging mit uns in seinen Garten und holte gleich zwei Stempel fü unsere Wanderführer. Auch er absolut freundlich und entgegenkommend. "Ihr habt Glück, ich bin gerade vom Spritzen zurückgekommen!" noch seine Worte bevor wir uns wieder auf den Weg machten.
Stein an der Donau: Offizielle Stempelstelle ist das Gästehaus Einzinger, Steiner Landstraße 82. Nachdem wir am Tor gelesen haben, dass das Hotel ausgebucht ist und wir auch durstig waren, sind wir gleich in die angrenzende Konditorei gegangen um uns eine Erfrischung zu kaufen. Ich nahm mir eine Cole aus dem Kühlkasten und bat höflich um einen Stempel für unsere Wanderführer. "Wir haben mit Wanderern nichts zu tun und deshalb könnten wir auch keinen Stempel erhalten!" so die Antwort der Bediensteten. Zum Glück mußte ich das Cola nicht zurückstellen, aber diese abweisende Aussage war doch etwas überraschend für uns und so klingelten wir beim Gästehaus Einzinger und sofort wurde das elektrische Tor geöffnet. Die nette und freundliche Dame kam uns bereits mit Stempel und Stempelkissen entgegen und bereitwillig erhielten wir den Stempelabdruck in unsere Unterlagen, obwohl wir nichts konsumiert haben. Sie meinte, sie mache das gerne für Wanderer - welch ein Unterschied zur Konditorei!!!
Oberbergern: Auch beim GH Wagner erhielten wir den Stempel bereitwillig ohne viel herumzureden. Der Wirt ebenfalls sehr freundlich! Was auch noch aufgefallen ist, eine Cola g'spritzt auf eine Halbe und ein Kaffee um € 5.-, wo gibt's das noch?

Keine Wanderung ohne Abenteuer! Als wir in Mautern angelangt waren, stiegen dunkle Gewitterwolken auf. Von der Sonne war nichts mehr zu sehen und die Wettervorhersage war wieder mal ein Irrläufer. Wir waren 6km vor dem Ziel und mit der Hoffnung, dass wir es doch noch trocken ins Ziel schaffen. 3km vor dem Ziel war es dann soweit, das letzte Foto, Kamera und Handy in den Rucksack verpackt. Ein heftiges Gewitter mit Hagel setzte ein. Wir suchten Schutz im angrenzenden Wald unter den Bäumen, aber das war nur ein schwacher Schutz. Binnen weniger Minuten waren wir bis auf die Haut naß, der kalte Wind mehr und mehr unangenehm. Nach etwa 20min und schon leicht unterkühlt, entschieden wir trotz heftigem Niederschlag mit Nebel und Donner, weiter zu wandern, es sind ja nur mehr 3km, aber die hatten es noch in sich. Plötzliche Sturzbäche füllten den Wanderweg, ein Ausweichen war nicht mehr möglich und so wurde das Wasser samt mitgeführtem Schlamm in die Schuhe gespüllt! Einfach unbeschreiblich. Es ist 13.23Uhr, ein Sirene mit ihrem dreimaligen Auf und Ab mahnte zum Einsatz. Wir erreichten total durchnäßt das GH Wagner. Leider wurde mein Wanderführer trotz "wasserdicht" im Rucksack verpackt, in Mitleidenschaft gezogen, so auch die Wanderkarte!
Resümee aus dieser Situation wäre gewesen, entweder um eine halbe Stunde schneller zu sein oder um eine halbe Stunde früher starten. Als wir mit meinem Auto Oberbergern Richtung Rosenburg verließen und durch Unterbergern fuhren, waren die Straßen voll Schlamm und fleißige Helfer versuchten bereits die Straßen wieder zu reinigen.


Noch ein paar Fotos aus meiner Kamera von dieser Tour. Zu den Bildern weiter ...



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