Galtür - Marathoncup Austria

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19.8.2017 => Heute der elfte Bewerb zum Marathoncup Austria 2017 in Galtür/Tirol
Mit sehr viel Zuversicht ging der Schiclub Galtür in den bereits 44. Silvretta Ferwall Marsch und das auch berechtigt.
Nun, die Anreise von z.B. Wien nach Galtür war für mich durch den starken Verkehr, Crash bei Linz und Stau am Walserberg und weiter bis zum Chiemsee nur Stau, doch etwas mühsam, aber das sollte die Topveranstaltung in Galtür wieder wett machen, davon bin ich überzeugt. Leider bestätigten sich die Wettervorhersagen, dass es zu einem Schlechtwettereinbruch kommen wird. War es in Wien noch sonnig und 32°C, so war es bei der Ankunft in Galtür am Freitag um 22.15Uhr bereits stark regnerisch und die Temperatur nur mehr +12°C. Na hoffentlich wird es dann morgen etwas besser, so meine Gedanken.

Die Startkarte besorgte mir dankenswerter Weise Obmann Helmut Reiter von den Wanderfreunden Traunstein-Salzkammergut und so brauchte ich mich um das Anmeldeprozedere nicht kümmern. 26 treue Marathonis, die auch den Marathoncup Austria werten, haben sich bereits bei noch finsteren Verhältnissen am Start am Dorfplatz eingefunden. Allgemeines Rätselraten wie das Wetter sich einstellen wird und welche Kleidung man nun mitnehmen soll...

Pünktlich mit der Kirchenuhr um sechs Uhr folgte der Startschuß aus einer Kanone. Das Startzwickerl nicht vergessen und los ging es. Einige Läufer und Wanderer starten explosionsartig und der 44. Silvretta Ferwall Marsch war eröffnet.
Leider setzte nach kurzer Zeit Regen ein somit war auch diee Regenschlacht eröffnet. Kenn ich schon von St.Georgen/Leys, aber heute habe ich Regenjacke und Kappe dabei. Wie immer zupfte Johannes Mache wieder und ich mußte zwangsweise meine müden Knochen schneller bewegen. "Nau des kau heid wieda wos wern" so meine Gedanken.

Nach 44min erreichten Johannes und ich die erste Kontroll- und Labestelle beim Zeinisjoch und fast 6km sind auch schon geschafft.
1. Kontroll und Labestelle Zeinisjoch

Nachdem es immer stärker zu regnen begann, musste ich meine Kamera und Handy in den Rucksack wasserdicht verpacken, damit waren weitere Fotos vorerst nicht mehr möglich. Nach dem Kontrollzwickerl packte ich meine Startkarte und auch Johannes seine, die bereits trotz Plastikhülle, naß zu werden schien, in den Rucksack und wir folgten den Weg nun bergwärts. Habe später gehört, dass einige überlegten, ob sie nicht wieder umkehren sollten, denn der Regen...

Auf unserem Weg zur Heilbronnerhütte auf 2320m sind die Läufer unseren Blicken bereits entschwunden. Der Nebel hing tief in den Bergen, das Wasser durch den Regen tröpfelte von der Kleidung, die Schuhe bereits wassergeschöpft, so erreichte ich hinter Johannes hechelnd, die Heilbronnerhütte um knapp vor acht Uhr. Fast 13km sind nun geschafft und es regnete noch immer.
2. Kontroll- und Labestelle Heilbronnerhütte

Nach dem Kontrollzwickerl und einer Banane und zwei Becher vom gelben Saft ging es wieder weiter. Wie gehabt bergwärts. Johannes ist schon einige Schritte voraus, denn ich brauchte wieder zu lange, um alles wieder wasserdicht im Rucksack zu verstauen. Bergwärts wandernd kam uns bereits das Wasser am zu wandernden Weg entgegen. Egal Schuhe und Socken sind sowieso schon auswindend nass. Schlußendlich standen wir vor dem Anstieg auf den Grieskogel! Für mich neu, denn vor 9 Jahren ging es noch auf das Mutenjoch. Muss auch einwerfen, dass die Markierung optimal und gut sichtbar war, trotz Nebel und schlechter Sicht.
Geschafft! Der höchste Punkt dieser Wanderung auf 2698m war um 9Uhr und nach 18km erreicht. Das Wetter kalt und windig und sicher nicht angenehm für die hier postierten Betreuer. Ich möchte nicht tauschen!!!
3. Kontroll- und Labestelle Grieskogel

Auch hier gab es wieder das Kontrollzwickerl und nach einem Becher gelben Saft ging es nun talwärts. Durch den Regen etwas rutschig, aber kein Problem. Mitten am Abstieg kommt uns eine Läuferin entgegen. Scheinbar haben die Läufer einen anderen Abstieg gewählt und sie wollte wieder bergwärts nun der Markierung entlang auf den Grieskogel, aber wir konnten sie überzeugen, dass es nun talwärts ginge und nicht bergwärts und so wanderte sie mit uns mit.
Um 9.43Uhr und 23,66km erreichten wir gemeinsam die Friedrichshafner Hütte.
4. Kontroll- und Labestelle Friedrichshafner Hütte

Nach einer kurzen Pause für eine Banane und einen Becher Saft und Kontrollzwickerl ging es den teils steilen Fußweg weiter talwärts. Mittlerweile hat es aufgehört zu Regnen und ab und zu blinzelte die Sonne durch. Grund genug Jacke und einzupacken. Ein super Gefühl wieder befreiter von der würgenden Jacke hinter Johannes hinterher zu wandern.
Nach diesem Abstieg erreichten wir um 10.21Uhr und 27,31km die Kontroll- und Labestelle in Tschafein. Diese Labestelle wurde von der Jugend bewirtschaftet und man muss festhalten, dass allesamt sehr freundlich und zuvorkommend waren!
5. Kontroll- und Labestelle Tschafein

Während sich die Strecke nun teilte und manche Wanderer die 35km Strecke wählten, folgten wir den sich ziehenden bergwärts führenden Weg zur Loreinalpe auf 1850m, welche wir um 11.05Uhr und 31,5km erreichten.
6. Kontroll- und Labestelle Loreinalpe

Nach kurzem Smaltalk mit den frierenden Mitarbeitern und Einholung des bereits sechsten Kontrollzwickerl folgten wir die letzten Kilometer Richtung Ziel. Unsere Läuferin hat wieder aufgeholt, nachdem sie nach persönlichen Bedürfnissen etwas zurückgefallen war. Meine Frau hat sich bereits am Handy gemeldet mit der Frage ob ich schon im Ziel sei? Aber um 11.46Uhr und 37km erreichten wir schlußendlich das Ziel, das Sport- und Kulturzentrum Galtür. Johannes fiel in die umarmenden Arme seiner wunderbaren Verlobten Sigrid und ich machte mich dünn auf der Suche nach Skiclub Obmann Edmund Türtscher.
Das war der 44. Silvretta Ferwall Marsch 2017....
Der Zielbogen.... es ist geschafft!!!


Zusammenfassend darf man festhalten, dass Verpflegung und Markierung hochklassig waren. Auch das Personal und Mitarbeiter waren allesamt sehr freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend! Und natürlich ist auch das wunderschöne Wandergebiet und die Ferwallstrecke absolut positiv zu erwähnen.

Ich war seit 2008 nach meinen Auslandsaufenthalten 2017 wieder erstmals dabei und ich empfand, dass es um den Silvretta Ferwall Marsch recht ruhig geworden ist. War 2008 noch eine Laufveranstaltung integriert und eine wesentlich größere Teilnehmerzahl am Start, so war es heuer fast gähnede Leere am Start um sechs Uhr früh und das setzte sich bis zum Nachmittag fort. Die gesamte Organisation hat sich seit 2008 nicht weiter entwickelt und das macht sich in den Teilnehmerzahlen bemerkbar. Aus meiner Sicht wird es nicht reichen, wenn Ehrenobmann Gebhard Walter bei der Siegesfeier aufruft, dass jeder von den 380 TeilnehmerInnen heuer, jede oder jeder einen zusätzlichen Wanderer 2018 mitbringen soll, damit sich die Teilnehmerzahl von 380 auf 760 verdoppelt.
Warum soll ein Wanderer einen zusätzlichen Wanderer motivieren? Welchen Anreiz gibt es? Nur auf das wunderbare Wandergebiet sich zu berufen reicht sicherlich nicht. Schöne Wandergebiete in Tirol gibt es überall..

Ich finde, dass der Koasamarsch in Ebbs mit seiner neuen Organisation dem Silvretta Ferwall Marsch zumindest 2017 bereits den Rang abgelaufen hat.

Aber trotz schlechter Wettervorhersage und langen Anfahrten fanden fast 30 Marathonis im Bewerb des Marathoncups nach Galtür wofür, ich mich bei allen recht herzlich bedanken möchte!!! Ich weiß natürlich welchen Aufwand es bedeutet!
Natürlich möchte ich auch der EVG und den Wanderfreunden Traunstein-Salzkammergut recht herzlich zum 4.Platz in der Gruppenwertung gratulieren! Diese Gruppe bestand hauptsächlich aus Marathonis und wäre nach Kilometer gewertet worden, wäre es der 1.Platz sicher geworden.

Natürlich gibt es auch zu diesem Event wieder tolle Bilder von unserem Pressefotografen, vielen herzlichen Dank!
Zu den Impressionen... weiter...

Auch ein paar Impressionen aus meiner Kamera, weiter...

Technische Daten aus Runtastic Pro

Teilnehmerstatistik 2017

Startkarte 2017

Auszeichnung




 

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