St.Georgen/Leys - Marathoncup Austria

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12.8.2017 => Heute der zehnte  Bewerb zum Marathoncup Austria 2017 in St.Georgen/Leys
Der Wanderverein "Alpenland" veranstaltete heuer seinen 2. Voralpenmarathon und erstmals im Rahmen des Marathoncup Austria. Leider war das Wetter den Vorhersagen ensprechend kühl und regnerisch, was sich zumindest in der Früh auch bewahreiten sollte. Wahrscheinlich auch ein Grund, warum nur 65 Marathonis zu diesem Marathon gefunden haben. Die Anreise mit dem Auto, gemeinsam mit Dr. Brigitte Rafael stellte kein Problem dar und so trafen wir bereits kurz vor 6.00 Uhr beim GH Hendorf in Kröll 7 ein. Nach den Erhalt der Startunterlagen startete ich kurz nach 6Uhr. War es vom Start weg zwar bewölkt, aber kein Regen und ein Grund warum ich nur mit kurzer Hose und T-shirt auf die Strecke ging.

Nach etwa einem Kilometer war es dann soweit, der Regen setzte ein und wurde immer stärker. Mittlerweile beneidete ich Marathonis die mit Jacke und Regenschirm ausgestattet waren und diese nun auch vermehrt benutzten. Kurz überlegte ich, ob ich nicht nochmals zurückwandern sollte und mir ebenfalls die Regenjacke aus dem Auto holen sollte, aber dieser Gedanke war wieder schnell weg und mittlerweile war das T-shirt durch und durch naß und das Nass des Regen rann über Gesicht und Körper. Meine Hoffnung bestand nur mehr darin, dass es bald wieder aufhört, denn 5 - 6 Stunden im Regen und dieser Weg ist vielfach auch dem Wind stark ausgesetzt, wird sonst sicher nicht angenehm.

Nach etwa 4km hat auch unser schnelle Marathoni Albert Graf auf mich aufgeschlossen und so wanderten wir gemeinsam und durchnäßt über Ödwies, Winterkapelle und Hofstätt den St.Georgener Rundwanderweg nach Plankenstein. Dort angekommen versuchte ich die SK-Nr. zu fotografieren, um diese später in die Startkarte einzutragen, denn es regnete nach wie vor ziemlich stark.
1. Selbstkontrolle in Plankenstein


Meine Kamera ist nun wasserdicht in Plastik verpackt und daher gibt es auch keine Fotos mehr. Albert und ich nahmen nun weiter den Weg auf, um auf die Grüntalkogelhütte zu kommen. Wir folgten nun der Markierung des Texingtaler Rundwanderweges und so kamen wir trotz glitschigen Steinen und Wurzeln um 7.45 Uhr bei der Grüntalkogelhütte an und haben fast 12km geschafft.
2. Kontroll- und Labestelle Grüntalkogelhütte

Nach Einholung der SK-Kontrollnummer folgte nun der gemächlich längere Abstieg nach St.Gotthard und der Regen wurde schwächer und hörte schlußendlich zur Gänze auf. Der Weg nach St.Gotthard führt über das Schwabeckkreuz , aber "Streckenoptimierer" schneiden diese Schleife ab, indem sie den Abschneider über den Schneckensteig wählen.  
3. Kontroll- und Labestelle St.Gotthard

Nachdem das Gasthaus erst um 10Uhr öffnete und die nicht existierende Selbstkontrolle nicht zu finden war, folgten wir den Weg weiter nach Texing. Der Originalweg führte über das Dolfuß Museum nach Texing, aber auch hier nutzen die "Streckenoptimierer" die Straße direkt nach Texing. Um 8.33Uhr gelangten wir über das angesprochen Dolfuß Museum beim GH Zur Post ein. Marathoni Hermann Buresch stempelte unsere Startkarten und eine Cola war nun ebenfalls angebracht.
4. Kontroll- und Labestelle Texing

Nach kurzer Pause ging es den Weg nach Texing ein kurzes Stück bergwärts und dann recht gemütlich den Hang entlang Richtung Plankenstein. Leider viel Albert am Anstieg zurück und so war ich nun alleine auf weiter Flur. Um 9.20Uhr erreichte ich diese Labestelle, war aber keine da, was bei den nachkommenden Marathonis für ziemlichen Unmut sorgte.
Ich hielt die Kontrollnummer bildlich fest und wanderte weiter talwärts bis zur Querung der Bundestraße, wo dann anschließend der Aufstieg auf die Burg Plankenstein erfolgte.
5. Labestelle Zuser

Um 9.49Uhr erreichte ich die Burg und holte den Kontrollstempel im Burgrestaurant ein. Wieder eine Cola für den Durst. Mittlerweile trafen auch weitere Marathonis ein, die gerade von St.Georgen kamen und nun die erste Schleife nach Texing antraten.
5. Kontroll- und Labestelle Plankenstein

Nach dieser kurzen Pause trat ich nun den Weg über den Rainstein und Blasenstein auf dem nun wieder St.Georgener Rundwanderweg nach St.Georgen/Leys an. Das Wetter regenfrei und im Moment ein optimales Wanderwetter, auch wenn der Himmel von den Wolken verhangen war.
Um 10.37 traf ich bei dieser Kontrollstelle ein und es war die erste Kontroll- und Labestelle, die eindeutig gekennzeichnet war und daher auch nicht zum Übersehen war. An dieser Labestelle war alles da, was ein Marathoni so alles auf seinem Weg braucht und es war auch nach über 32km die erste Labestelle, wie sie eben sein sollte. Ein großes Lob an Alois Schönbichler und seinen beiden Damen!
6. Kontroll- und Labestelle Statzbergerhof

Nach einer kuzen Pause mit smaltalk und einem Radler machte ich mich auf die letzten Kilometer. Vorbei am Rainstein und der Stichweg auf dem Blassenstein zur Urlingerwarte wurde uns erspart und der Maderlehen ging es nur mehr talwärts zum Ziel im GH Schraner, welches ich um 11.42Uhr erreichte.

Zusammenfassend darf man festhalten, dass diese Veranstaltung noch viel Verbesserungspotential hat. Dies betrifft die komplette Organisation wie Logistik, Markierung, Verpflegung und Kontrolle, Streckenpläne, Startkarten, Urkunde, usw.

Ein Schwerpunkt in den Problemen war sicher die Markierung. Man kann sich auf einem permanent markiertem Weg nicht darauf verlassen, dass das eh reicht und man erspart sich jegliche Markierungsarbeit. Möchte schon hinzufügen, dass es Zusatzmarkierungen gab, aber die waren nur dort angebracht, wo man mit einem Fahrzeug zufahren konnte und das reichte bei weitem nicht aus. Auch die entegegengesetzten Marathonrichtungspfeile mit dem Zusatz Streckenteilung sorgten für Erstbegeher für Verwirrung. Nach links oder rechts war die Frage?

Die Startkarten beinhalteten falsche Angaben über Selbstkontrollen und Labestellen. Wenn sich ein Marathoni auf die in der Starkarte vermerken Labestellen verläßt und einstellt und dann nich existieren, so ist das natürlich ein Problem. Das Glück in diesem Fall war, dass die Temperaturen kühl waren und keine Hitze über 30°C herrschte. Grafisch war die Startkarte aber gut gestaltet, da kann man nicht meckern.

20 Streckenpläne für 65 startende Marathoni ist einfach zu wenig. Die Streckenpläne sind sehr schön farblich gestaltet, sollten aber, wenn die Markierung nicht dem Standard entspricht, etwas detailierter ausfallen.

Bei dieser doch sehr schön gestalteten Urkunde sollte es auch möglich sein, die Namen per PC einzutragen und nicht mit Hand nachzuhelfen, auch wenn es sich bei nachgemeldete Marathonis handelt. Das entspricht nicht mehr dem heutigen Standard!  

Zur Logistik ist zu sagen, dass es bei und unter den Mitarbeitern zu wenige Informationen gab. Niemand konnte genaue Auskünfte über z.B. Streckenverlauf geben. Die angegeben Tel. im Prospekt konnte als Notfallnr. ebenfalls nicht genutzt werden. Auf der Startkarte oder Streckenplan war keine echte Notfallnummer angeführt. Weiters keine Ankündigungstafeln vor Selbstkontrollen, Kontrollen und Verpflegstellen. Außer natürlich die Kontroll- und Labestelle Statzbergerhof, die war perfekt, aber nach 32km schon eine lange Distanz. Weiters die Informationen zu den Marathonis. Als Veranstlater weiß man wo die Schwachstellen sind oder sein könnten und wenn sie nicht beseitigt werden können, dann muß das dem TeilnehmerIn mitgeteilt werden, sodaß sich dieser im Vorfeld schon darauf einstellen kann.

Ich muß leider auch festhalten, dass ich gefragt wurde, warum ich diese Veranstaltung im Marathoncup Austria werte. Diese Frage möchte ich vorerst mal im Raum stehen lassen, es wird aber eine Entscheidung geben, denn der Cup steht für hochwertige Veranstaltungen und daran wird sich auch nichts ändern.

Ich möchte noch kurz auf die Sichtweisen eingehen. Es gab  TeilnehmerInnen, die diesen Weg bereits zu xten Mal durchlaufen haben und die nur wenige oder keine Probleme hatten, aber für Erstbegeher waren die angesprochenen Probleme doch ziemlich groß, was sich im Ziel durch stille und lautstarke Emotionen äußerte. Eine Wanderveranstaltung sollte für die Wanderer Freude bereiten und nicht hören müßen "die sehen mich nie wieder"...... das ist leider keine Werbung!

Ich bin überzeugt, dass sich der Wanderverein Alpenland unter Obmann Johann Langer sehr bemüht hat eine optimale Wanderveranstaltung auf die Beine zu stellen, aber zu einer hochklassigen Vorzeigeveranstaltung ist es noch ein Stück Weg dahin.

Natürlich gibt es auch zu diesem Event wieder tolle Bilder von unserem Pressefotografen, vielen herzlichen Dank!
Zu den Impressionen... weiter...

Auch ein paar Impressionen aus meiner Kamera, weiter...

Technische Daten aus Runtastic Pro

Teilnehmerstatistik 2017

Startkarte 2017


Streckenplan 2017


Urkunde 2017

Stoffaufnäher

Originaldurchmesser 80mm


 

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